Die FLYBi Drohne kann selbständig den Akku wechseln

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Über Crowdfunding-Plattformen wie Indiegogo oder Kickstarter gab es in den letzten Monaten einige spannende Quadrocopter-Projekte. Eines davon wurde vor kurzem erst gestartet und hat bereits innerhalb kürzester Zeit das Finanzierungsziel von 35.000 US-Dollar erreicht. Die FLYBi Drohne sieht auf den ersten Blick aus wie ein schlechtes, billiges Spielzeug, hat es aber durchaus in sich.

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Laut den Machern ist sie nämlich die erste voll autonome Drohne der Welt. Sie startet und landet von selbst, über eine Station kann die Drohne sogar selbständig den Akku austauschen. Mitgeliefert wird bei der FLYBi Drohne auch eine spezielle Videobrille. Diese erfasst über Sensoren die Kopfbewegungen. Wenn man zum Beispiel nach unten schaut, bewegt sich auch die Kamera der Drohne nach unten. Sogenanntes Head Tracking. Man hat auch die Möglichkeit die Bewegungen einzufangen und sie in einem bestimmten Rhythmus zu wiederholen. Perfekt wenn man zum Beispiel beim Action-Sport etwas von oben einfangen möchte.

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Die Kamera selbst nimmt Bilder mit bis zu 12 Megapixeln auf, Videos schießt sie mit einer FullHD Auflösung und 60 Bilder pro Sekunde. Wer gerne Slow-Motion Videos macht, kann auch die 120 Bilder pro Sekunde Funktion verwenden, dann ist aber lediglich eine 720p Auflösung möglich. Über die dazugehörige App lassen sich auch Wegpunkte einstellen, die die Drohne dann selbständig abfliegt. Sollte der Akku leer sein, landet sie selbständig auf dem Helideck, welches 2 Extra-Akkus enthält. Über das Helideck kann die Drohne auch praktisch und sicher transportiert werden.

So funktioniert der autonome Batteriewechsel:

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Wer bei der Kampagne 879 US-Dollar investiert, erhält die Drohne mit der Brille, der Fernsteuerung und dem Transport-Case. Laut den Machern spart man dadurch 370$ gegenüber dem späteren Preis im Handel. Ausgeliefert werden soll sie leider erst im April 2016, bin gespannt welche neuen Drohnen-Ideen bis dahin noch vorgestellt werden.

 

Smart Device statt Fernsteuerung

FLYBI verzichtet bewusst auf traditionelle Steuerungselemente, wie einer Fernsteuerung. Rein rechtlich gibt es hier allerdings noch diverse Probleme, da ein Quadrocopter nicht einzig über ein Smart Device geflogen werden darf. Siehe dazu auch : Versicherungsschutz bei Steuerung über Smartphone . Dieses Problem löst FLYBI ganz intelligent. Das Smart Device ist in diesem Falle ein großes Armband samt Monitor und einem physischen Controller, der wie eine Art 1-Hand Fernsteuerung ausschaut.  Aber wie soll der Copter mit nur einem Stick geflogen werden? Ganz easy. Dank zwei übereinander positionierten Drehreglern welche Mittig um den Stick positioniert sind werden Höhe und YAW eingestellt. Die reinen Flugbewegungen werden über den Stick gesteuert. Wirklich smart!

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Über Julian 28 Artikel
Seit mehreren Jahren bin ich im Techblogging-Bereich unterwegs und habe bereits mehrere erfolgreiche Projekte aufgebaut. Seit einiger Zeit interessiere ich mich auch für das Thema Drohnen. Im restlichen Leben bin ich selbständig in der IT & Web Beratung tätig.

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