Quadrocopter mit Kamera – TOP10

Quadrocopter mit Kameras sind DER Boom 2015 und auch in 2016 dürfen wir uns auf viele, neue Modelle freuen. Doch gerade Neueinsteiger können die unterschiedlichsten Systeme leider gar nicht richtig einschätzen und sind bei der Vielzahl der Modelle schlicht überfordert. Grund genug uns dem Thema der Kamera Quadrocopter einmal näher zu widmen. Das erste, wichtige Thema sind Budgets. Was können gute Quadrocopter in den unterschiedlichsten Preisklassen überhaupt bewerkstelligen? Reicht ein günstiges Modell aus, um meine Bedürfnisse und Anforderungen zu decken? Zuerst muss geklärt werden, welche Anforderungen wir nun an „unser“ zukünftiges Modell stellen.

Stellen Sie sich folgende Fragen:

  1. Liegt der Fokus auf FILM oder Fotografie?
  2. Will ich nur einfache Luftaufnahmen für mich erstellen oder soll es professioneller werden?
  3. Habe ich schon eine Kamera? (GoPro oder Systemkameras)
  4. Welches Budget möchte ich aufbringen?
  5. Spielt die Größe eine Rolle?

Auf all diese relativ generische Fragen möchten wir Ihnen nun eine Auswahl an Multicoptern an die Hand geben, die Ihnen die Entscheidung hoffentlich erleichtern. Gerade im Bereich Hobby bis Semi-Profi gibt es eine Menge an Quadrocoptern am Markt. Von Preisen ab 800 € – 1.500 € ist Einiges vertreten. Natürlich zeigen wir weiter unten auch eine Liste perfekter Einsteiger Quadrocopter mit Kamera (direkt zum Ergebnis). Wenn nicht klar ist, ob eine externe Kamera, wie die GoPro oder aber eine fest verbaute Cam die richtige Wahl ist, so können wir getrost sagen : Beides hat Vor- und Nachteile. Die festen Systeme wie im DJI Phantom 3 oder dem Yuneec Q500 sind wahnsinnig gute Kameras – aber auch die GoPro hat Ihren Reiz – vor allem mit dem ProTune Mode. Ein Brushless Gimbal für GoPro arbeitet nicht schlechter oder weniger Genau, wie ein fest verbautes System. Haben Sie also schon eine GoPro daheim, so macht ein Wechsel nicht immer Sinn. Da lässt sich oft bares Geld sparen. Fangen wir aber nun an mit der „AllTime Top10 Liste der Kamera Quadrocopter für den Hobby bis Semi-professionellen Einsatz. Und seien Sie versichert – UNSERE Testberichte sind alle echt und wir haben jedes Modell geflogen und in der Hand gehabt.

TOP 10 Kamera Quadrocopter (Hobby)

In dieser Top10 Liste zeigen wir Ihnen unsere Auswahl für Hobby- und Semiprofessionelle Anwender. Preislich liegen wir bei unserer Auswahl nie über 1.500 € inklusive Kamera. Unser aktueller Platz2 – der Yuneec Q500 4K ist das Modell mit dem meisten Zubehör, allerdings auch das teuerste Modell in der Top10 Liste.

 

1. Platz:Phantom 3 Professional und Advanced

DJI Phantom 3 Professional (4K)

1.399 €  – unser absoluter Sieger

 

2. Platz Yuneec Typhoon Q500 4K

Yuneec Q500 4K

ab 1.419 € – viel Zubehör und gute Qualtiät

 

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Blade CHROMA 4K

1.490,49 € – das teuerste Modell dieser Liste

 

 

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DJI Phantom 3 Advanced

1.099 € – bis auf die Auflösung identisch z. Pro

 

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Yuneec Typhoon G (GoPro)

1.099 € – brandheiß. Fliegt traumhaft

 

 

Phantom 3 Standard6. Platz

DJI Phantom 3 Standard

919 € – etwas teuer im Vergleich zum Advanced

 

YUNEEC-Q500-Typhoon-RTF-mit-C-Go2-1-Akku-094YUNQ501RTFEU_b_17. Platz

Yuneec Q500 (+)

ab 964,98 € – Toller Copter mit super Flugeigenschaften

 

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DJI Phantom 2 mit Zenmuse Gimbal (GoPro)

759 € – Top Copter zum TOP Preis

 

 

dji9. Platz

DJI Phantom 2 Vision +

867 € (wird nicht mehr hergestellt)

 

Skycontroller_packshot_BLUE-210. Platz

Parrot BEBOP Drone

ab 499 € – interessantes Konzept

 

Top 5 Semi-Profi – Profi

Sprechen wir vom professionellen Quadrocopter so kommen wir auch schon fast an die Grenzen des machbaren. Top Modelle, die auch in Kinoproduktion und Werbefilmen zum Einsatz kommen, sind zu 90% keine Quadrocopter mehr. Hier sprechen wir vielmehr von Hexacoptern, wie dem DJI S900 oder Oktocoptern, wie dem Yuneec H920.Allerdings gibt es auch ein paar Ausreißer, von denen wir wissen wie professionell sie eingesetzt werden. Allerdings ist die Auswahl nicht so groß, dass wir eine TOP10 schaffen würden. Bleiben wir also einfach bei einer kleinen aber feinen TOP 5 Liste professioneller Quadrocopter mit Kamera.

  1. DJI Inspire 1 (auch mit DUAL Betrieb möglich)
  2. DJI Phantom 3 Professional (speziell indoor eingesetzt)
  3. DJI Phantom 2 mit ZenMuse Gimbal und GoPro 4BE
  4. Yuneec Typhoon G mit GoPro 4BE
  5. Eigenbauten mit Zenmuse Gimbal und GoPro 4BE

 

Top 5 für GoPro

In dieser TOP5 der Quadrocopter mit Kamera geht es nur um Modelle, die mit einer externen Kamera zusammen arbeiten. Die prominenteste Kamera für Quadrocopter Flüge ist allen voran die GoPro 3 oder 4 in den unterschiedlichen Versionen. Und das zurecht. Die GoPro ist eine wirklich sehr gute Kamera und bietet je nach Version mit ProTune wahnsinnig viele Möglichkeiten in der Post Production. Wichtig zu wissen: Nicht jeder Quadrocopter der für eine GoPro konzipiert ist, bietet auch die Möglichkeit des Live Bildes (FPV). Hierzu wird dann in der Regel ein eigenes FPV Set benötigt. Der Einbau ist ganz einfach.

  1. Yuneec Typhoon G mit direktem FPV System
  2. DJI Phantom 2 mit ZenMuse Gimbal (ohne Liveview)
  3. Sky Hero Little Spyder mit ZenMuse Gimbal
  4. Blade CHROMA mit GoPro Gimbal
  5. ThunderTiger Ghost + (360 Grad Gimbal)

 

TOP 5 Einsteigermodelle von 100 € – 499€

Für Einsteiger gibt es eigentlich nur eine vernünftige Wahl an Quadrocoptern mit Kamera. Das Modell sollte gut und möglichst günstig sein. Denn gerade Einsteigern fällt der Quadrocopter doch das ein oder andere Mal vom Himmel. Pilotenfehler sind einfach nicht selten und verschwinden immer mehr mit wachsender Erfahrung. Was gibt es also für Modelle, die auch wirklich was taugen? Als Einsteigermodelle sehen wir auch gerne gebrauchte Quadrocopter, wie dem DJI Phantom 1. Dies empfehlen wir auch unseren Lesern. Aber es gibt noch einige Alternativen, die den Geldbeutel nicht gleich zu stark belasten.

1. gebraucht: DJI Phantom 1 mit Kamera Gimbal  – bereits ab 250 €

2.Syma X8C – ab 99 €

3. Syma X5C – ab 99 €

4. Parrot AR Drone 2.0 – gebraucht ab 100 €

5. Parrot Bebop Drone – 499 €

 

Unser absoluter Favorit 2015 – Quadrocopter mit Kamera

Da gibt es nicht viel zu sagen : Wir können uns nicht entscheiden. DJI & YUNEEC… Alleine was DJI mit dem Inspire 1 Anfang des Jahres an Features rausgebracht hat, ist bis heute nicht übertroffen. Und dann kommt da noch der Yuneeq Q500 als 4K. Für einen wirklich spannenden Preis!

 

DJI Inspire 1 Multicopter

 

DJI Inspire 1

 

 

 

 

Yuneec Typhoon Q500 4KYuneec Q500 4K

 

 

 

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* die Liste wir stetig erweitert. Die Preise können zwischenzeitlich bei den jeweiligen Händlern abweichen! Preis Stand 01.12.2015
Bildquellen liegen bei den Herstellern: DJI.com, Yuneec.com , horizonhobby.com, Parrot.com

Quadrocopter mit Kamera

Was sind überhaupt Quadrocopter?

Quadrocopter sind Fluggeräte mit vier Rotoren, die ihre Kraft gleichmäßig nach unten abgeben, um sich so stabil in der Luft zu halten. Diese werden üblicherweise durch flache Brushless-Motoren angetrieben. Durch mehr bzw. weniger Schub an den einzelnen Rotoren wird die Steuerung in der Luft und sogar Kunstflug ermöglicht. Doch ganz so einfach ist die Funktionsweise der Quadrocopter noch nicht erklärt.

Wie genau funktioniert ein Quadrocopter?

Der Quadrocopter gehört zur Familie der Hubschrauber und verfügt somit auch über die gleichen vier Steuerungsebenen: Pitch, Nicken, Rollen und Gieren. Diese 4 Ebenen bilden auch die Anzahl der Kanäle, die eine Fernsteueranlage mindestens braucht, um einen Quadrocopter erfolgreich steuern zu können. Flüssige Bewegungen und ein schönes Flugbild werden erst durch den Zusammenschluss aller Ebenen ermöglicht.

Pitch (Steigen/Sinken)

Pitch steht für den Schub und sorgt entweder dafür, dass der Quadrocopter steigt oder sinkt. Dabei werden alle vier Rotoren gleichzeitig, bei gleicher Kraft benötigt.

Wird der Pitch nicht verändert, sollte der Quadrocopter im Idealfall seine aktuelle Höhe halten. Damit das aber auch in der Praxis funktioniert, sind noch einige weitere Vorgänge in der Steuerungselektronik notwendig.

Gieren

Beim Quadrocopter gibt es immer zwei linksdrehende und zwei rechtsdrehende Rotoren, damit der Quadrocopter nicht giert (sich um die eigene Achse dreht). Diese liegen immer jeweils gegenüber. Möchte man allerdings bewusst gieren, muss nur die Drehzahl zweier gleichdrehender Rotoren erhöht werden und proportional dazu die Drehzahl der gegendrehenden Rotoren gesenkt werden.

So hält der Quadrocopter seine Höhe und dreht sich im oder gegen den Uhrzeigersinn.

Nicken und Rollen

Nicken und Rollen sind notwendig, um den Quadrocopter nach vorne/hinten und rechts/links fliegen zu lassen. Diese Vorgänge laufen je nach Konfiguration unterschiedlich ab. Fliegt ein Quadrocopter in der +-Konfiguration werden zum Nicken bzw. Rollen nur jeweils zwei Rotoren beansprucht. Bei der x-Konfiguration immer alle vier.

Beim Nicken wird, wie der Name schon sagt, ein Teil des Quadrocopters nach unten geneigt, damit dieser vorwärts oder rückwärts fliegen kann. Den vorderen bzw. hinteren Teil erkennt man beim Quadrocopter nur, wenn dieser farblich gekennzeichnet oder durch ein Objekt, wie z.B. einen orangenen Tischtennisball gekennzeichnet ist (Gaui 330XS).

Damit der Quadrocopter nach vorne fliegt, müssen die vorderen Rotoren ihre Drehzahl verringern. Proportional dazu erhöhen die Hinteren ihre Drehzahl, wodurch der Quadrocopter eine kontrolliert nach vorne geneigte Schräglage erlangt und nach vorne fliegt, ohne seine Höhe zu verändern. Genau umgekehrt funktioniert das Ganze beim Rückwärtsfliegen.

Rollen steht für das Seitwärtsfliegen. Es funktioniert vom Prinzip her genauso wie das Nicken, nur dass beim Rollen die seitlichen Rotoren ihre Drehzahl erhöhen bzw. verringern müssen.

War’s das mit der Steuerung?

Wie bereits oben angesprochen, reichen diese vier Steuerungsebenen, die mit der Fernsteueranlage kontrolliert werden, besonders für Anfänger nicht aus, da man im Flug ständig alles im Blick haben und bei jeder kleinen Windböe gegensteuern müsste. Deswegen sorgt ein Gyrosensor dafür, den Quadrocopter stabil in der Luft zu halten.

Der Gyrosensor ist mit der Steuereinheit verbunden und übermittelt ununterbrochen die aktuelle Lage des Quadrocopters. So kann selbst bei starkem Wind geflogen werden. Auch die Höhe und geographische Lage kann mittels Sensoren und GPS bestimmt werden, sodass der Quadrocopter, bei Nichtbenutzung der Fernsteueranlage, zuverlässig seine Position halten kann (siehe DJI Phantom 3). Kunstflieger und Fortgeschrittene schalten diese Hilfen oftmals zum Teil oder ganz aus, um „schöner“ fliegen zu können. Gerade bei FPV Racern ist dies notwendig. GPS wird hier gar nicht gebraucht. Daher werden beim FPV Racer auch günstigere FCs eingesetzt. Beispiel wäre das CC3D mit OpenPilot Software oder ein Naze32 für den Acro Mode.

Welche Arten und Marken von Quadrocoptern gibt es?

Es gibt viele verschiedene Arten von Quadrocoptern. Diese unterscheiden sich aber nicht nur in Preis und Ausstattung, sondern auch durch verschieden Rahmenformen und Materialien. Die Steuerelektronik z.B. muss beim Quadrocopter nicht zwangsläufig direkt in der Mitte liegen, sondern kann auch näher an den einzelnen Rotoren platziert sein.

Bei den Materialien ist auch so gut wie alles möglich, was fest und stabil ist. Wobei sich in diesem Punkt die Spreu vom Weizen trennt. Es gibt Quadrocopter mit Bauteilen aus Plastik und Aluminium oder welche aus reinem Carbon – je nach Anwendung. Quadrocopter mit Kamera. Materialien wie Carbon sind aber meist in den höheren Preisklassen vertreten. Aber gerade für den Eigenbau eines Multicopter eignet sich Carbon super! Sehr leicht und super fest. Mehr Infos zu Carbon hier . Doch wo geht es preislich überhaupt los und wo endet das Ganze?

Anfänger-Quadrocopter „Just for fun“

Wer nur zum Spaß das Quadrocopter-Fliegen einmal ausprobieren möchte, bekommt bereits unter 100 Euro kleine Anfänger-Quadrocopter. Ein Bespiel dafür wäre der Reely MiniCopter MC 120. Dieser kostet nicht einmal 80 Euro und bietet für Anfänger bis Profi perfekten Flugspaß. Denn es gibt insgesamt drei Flugmodi, die sich per Knopfdruck einstellen lassen. Eine Kamera, geschweige denn ein FPV-Set gibt es aber nicht dazu. Trotzdem hat der 80 Gramm schwere Mini-Quadrocopter ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis.

Wer ein paar mehr Features, aber immer noch leichtes Handling möchte, dem ist die Parrot AR.Drone zu empfehlen, mittlerweile schon in der zweiten Generation. Die AR.Drone kostet zwar etwas mehr, als der Reely MC 120, hat dafür aber auch eine eingebaute HD-Kamera, die das Bild nicht nur aufnimmt, sondern auch live auf das Smartphone oder Tablet überträgt. Die Steuerung findet ebenfalls über Smartphone oder Tablet statt und ist für jeden Anfänger in wenigen Minuten zu erlernen.

Quadrocopter für Fortgeschrittene

Für wirklich gute Aufnahmen und längere Flüge reicht leider auch die AR.Drone nicht aus. Nach maximal 10 Minuten Flug ist schon Schluss und die Aufnahmen sind aufgrund des fehlenden Gimbals recht verwackelt.

Wer sich vorgenommen hat, wirklich schöne Aufnahmen mit z.B. einer GoPro Hero zu machen, der sollte sich mal den DJI Phantom 3 Standard oder den Yuneec Q500 ansehen. Auch der Phantom ist immer noch anfängergeeignet. Er wird Ready-to-Fly geliefert und dank umfangreicher Stabilisierungselektronik, GPS und Waypoints kann dem Phantom praktisch gar nichts passieren. Wenn man die Fernsteueranlage loslässt, verharrt der Quadrocopter einfach an Ort und Stelle und lässt sich auch von starkem Wind nicht beirren. Ein kurzer „Coming-Home“ Befehl reicht aus, um den Phantom sicher an seinen Startpunkt zurückzubringen. Vorausgesetzt es ist nichts im Weg.

Professionelle Quadrocopter (mit Kamera)

Jetzt kommen die ganz dicken Dinger! Professionelle Quadro- und Multicopter für teilweise mehrere tausend Euro. Top-Geräte sind da aktuell der DJI Inspire 1 , der Yuneec H920 oder der DJI S900 / S1000. Sie können alles, was ein DJI Phantom auch kann, nur eben noch mehr. Im Falle der Multicopter reicht die Tragkraft locker für eine große Cam plus zweite FPV-Kamera. Die hochwertigsten Materialien (wie Carbon) werden verwendet und die Multicopter finden auch in Industrie und staatlichen Einrichtungen ihren Einsatz. Der „Kampf“ der Profis begann, als DJI mit dem Wookong M System auf den Markt kam. Seitdem gibt es laufend Neuerungen am Profi-Multicopter Himmel. Der DJI Inspire1 ist aktuell der einzige Profi Quadrocopter mit vielen tollen Features. 4K Kamera, Vision Positioning System und Full HD Downstream (FPV) sind wahrlich nur einige Merkmale aus dem Hause DJI.

Zusammenfassung:

Wie man sieht, sind Quadrocopter mit Kamera vielseitig einsetzbar und für viele verschiedene Anwendungsbereiche geeignet, ob nun zum reinen Vergnügen oder mit praktischem Hintergrund. Ein Quadrocopter kann sowohl Menschenleben retten, als auch tolle Luftaufnahmen machen. Jedoch machen alle Modelle, die wir für Euch hier testen vor allem Eines – ganz viel Spaß!! Ein tolles Hobby ist geboren!