Yuneec Typhoon H Test

Yuneec Typhoon H im Test. Der RTF Hexacopter bietet mit seinen Klapparmen, der guten Verarbeitung und dem 360 Grad Gimbal eine Menge mehr als vergleichbare Quadrocopter und kommt mit einer Fernsteuerung, die seinesgleichen sucht.  Als besonderes Highlight – der H hat eine aktive Hindernis Erkennung an Board. Erfahrt hier was uns begeistert und was uns nicht so gut gefällt. Und im Fazit gibt es ein Statement, warum der Typhoon H NOCH kein Testsieger sein kann, aber einen sehr guten, dritten Platz in unserem Ranking belegt.

Yuneec Typhoon H Testbericht

Unboxing & erster Eindruck

Bereits im Vorjahr angekündigt und nun endlich bei uns im Büro angekommen. In der Vorbesteller Version als ADVANCED mit dem Yuneec Wizard. Daher nicht wundern, wenn bei Euren Modellen KEIN Wizard dabei ist. Stand heute ( 23.06.2016) gibt es keine Versionen mehr mit Wizard im Lieferumfang. Da steht er nun vor mir, der riesige Karton. Ich freue mich aufs unboxing. Warten wir doch alle schon so sehnsüchtig auf die Veröffentlichung des Modells. Bereits im Januar habe ich den Typhoon H das erste Mal live auf der Spielwarenmesse in Nürnberg erleben können. Da es genug klassische Unboxing Videos im Netz gibt, mache ich keines mehr und verknüpfe den Part Unboxing gleich mit meinem ersten Eindruck. Das wird auch in allen anderen Tests so sein. Stundenlanges Auspacken sollen andere machen. Ach eines noch. Wir testen hier den ADVANCED, da die Professional Version mit INTEL REAL SENSE noch nicht auf dem Markt ist. Dazu folgt dann später im Jahr ein Update.

Und damit Ihr nicht nur stumpf auf Bilder schaut, habe ich Euch zum ersten Eindruck auch ein Video geschnitten. Hier zeige ich Euch auch den neuen Prop Lock Mechanismus. Schaut mal rein. Weiterlesen aber nicht vergessen!

Der Typhoon H Hexacopter

Der Copter selbst kommt komplett vormontiert. Das Gimbal samt Kamera ist angebaut und diese wird durch eine Fixierung in Position gehalten. Perfekt für den Transport. Besonders begeistert mich die kompakte Größe des Typhoon H mit seinen Klapparmen. Im Transport Modus, mit nach unten geklappten Armen und montierten Propellern ist er schmaler als ein DJI Phantom (ebenfalls mit montierten Propellern). Durch die breiten Füße und das breite Landegestell steht er dabei wesentlich stabiler und fällt – zum Beispiel beim Standortwechsel im Auto – nicht so schnell um als ein P4, der sehr kopflastig ist. Aus dem Grund ist es ohne Probleme möglich den H auch im Auto mal für die ein oder andere Strecke mit montierten Pops zu transportieren. Durch die Bauart sind die Props generell beim Transport besser geschützt. Der Klappmechanismus sieht super aus, alles ist toll verarbeitet, die Kabel im Inneren der Arme (sichtbar bei runtergeklappten Auslegern) sind in Gewebeschlauch verpackt. Die Arme selbst aus dünnen Carbonrohren. Der ganze Copter ist ein Mix aus Carbon und mattem, anthrazitfarbenem Kunststoff. Und das auch sehr gut verarbeitet. Kein billig wirkendes Plastik, wie es beim Thunder Tiger Ghost der Fall war, aber auch nicht so hochwertig verarbeitet, wie ein DJI Phantom 4, der in dieser Preisklasse das Maß aller Dinge ist  – bzgl. Verarbeitung. Das kann man schon so sagen.  Aber der Typhoon H muss sich nicht verstecken. Alle Spaltmaße sind sauber und sehr gering. Die Motorausleger sind kompakt und mit integrierten LEDs samt Abdeckkappen bestückt. Falls Ihr Euch fragt, warum die Motoren nicht 100% gerade in den Aufnahmen stehen – keine Panik. Das gehört gerade beim Hexacopter so. Ein paar Grad Tilt sorgen für einen stabileren Flug und schnelleres Ansprechverhalten auf der YAW Achse. Das haben wir früher beim Mikrokopter schon immer manuell eingestellt. Beim Quadrocopter ist das nicht so wichtig. Weniger vertrauenserweckend wirkt die Aufnahme der Landebeine am Hauptrahmen. Das sieht einfach nicht schön gelöst aus. Mal sehen, wie es sich beim Landen verhält. An der Nase des Hexacopter sehen wir dann auch schon die große Besonderheit des Typhoon H. Die zwei in Plastik-Chrom gefassten Sensoren für die Hindernis Erkennung. Und da ist bei meinem Modell schon ein Problem aufgetreten. Die Sensoren sind mit einer Gummidichtung eingesetzt, die bei meinem Modell scheinbar defekt ist. Denn ein Stück des Gummis liegt direkt ein paar Millimeter über dem Sensor. Voll drauf. Wenn das  System sehr empfindlich ist, müsste es darauf reagieren. Im Flug konnte ich nichts merken, aber dennoch entfernte ich natürlich das überstehende Stück Gummi. Achtet da mal bei Euren Modellen drauf.

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Sonar am Typhoon H
Befestigung der Beine - yuneec

Das Gimbal

Das Gimbal (CGO3+) hat optisch kaum Veränderungen zum CGO3. Einzig das + im Namen verrät schon auf den ersten Blick einige Veränderungen. Und ja, logisch. Durch das klappbare Landegestell ist der Weg geebnet für tolle 360 Grad Schwenks. Und genau das macht die CGO3+ im Vergleich zur Q500 Version auch. Die 3. Achse ist komplett schwenkbar. Und das ohne Anschlag – beim Inspire z.B. muss immer erst zurückgedreht werden. Das ist hier besser gelöst. Viel besser! Sonst ist beim Gimbal alles beim Alten. Die Technik in der oberen Platte ist allerdings etwas versteckt unter einer – wirklich hässlichen – Plastikabdeckung. Das sieht aus, als sei dort noch ein Prototyp verbaut. DA geht in jedem Fall mehr. Schön ist das nicht. Wie beim Q500 lässt sich auch beim Typhoon H die Kamera samt Gimbal einfach per Klickmechanismus lösen.

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Die Kamera

Da wir ja gerade beim Gimbal sind, nehme ich doch direkt die Daten zur Kamera gleich hinzu. Die CGO3+ filmt wie der Vorgänger bereits in bis zu 4K mit 30fps (NTSC). Bei Full HD bietet die Kamera nun wunderbare Slow Motion Möglichkeiten, da hier Frameraten von bis zu 120fps möglich sind.  Die genauen Auflösungen : UHD 4K 30 FPS, F ull HD 1080p 24/25/30/48/50/60/120 FPS. Für Fotos stehen 12,4 Megapixel zur Verfügung und diese lassen sich als JPG und RAW abspeichern. Der Sensor (1/2.3″ CMOS) ist unverändert – lediglich an der Software wurden einige Punkte optimiert. Damit wird hoffentlich das Problem der Randunschärfe behoben. Aber dazu im Fazit mehr.

CGO3+ - die neue Kamera am Typhoon H

 

Die Fernsteuerung

Nun mein erster Eindruck zu meinem persönlichen Highlight des Yuneec Typhoon H. Die Fernsteuerung. Mensch – ist das ein geiles Teil! Ich könnte obszön werden, raffe mich aber mal zusammen. Die Optik ist einfach der Wahnsinn! Es ist ein Monster. Viel breiter als alles, was ich bisher an Funken in der Hand hatte und dennoch so extrem gut gemacht, dass ich gleich loslegen möchte. Die ST16 liegt so gut in der Hand und alles lässt sich wunderbar erreichen! Die Verarbeitung auch hier einfach super. Bis auf die Sticks. Die sind ein wenig klapprig – gerade in der Mittenzentrierung. Da würde ich mir etwas mehr Qualität wünschen – können billigere Modelle bereits besser. Aber sonst ist alles wirklich gut durchdacht. Links oben, der rote Knopf ist der Startknopf. Auf der rechten Seite an gleicher Position der Hebel für das Landegestell. Darunter befinden sich die Schalter für die Hinderniserkennung, die sich offensichtlich abschalten lässt, daneben der Schalter für die Flugmodi – Smart, Angle und Coming Home. Auf der gegenüberliegenden Seite finden wir die Bedienung der Kamera. Ein Drehpoti für kontinuierliche Schwenks der Kamera auf der YAW Achse, über die Schalter daneben lassen sich verschiedene Positionen der Kamera und der Nick Steuerung auswählen. Dazu aber später mehr. An Sonaten gibt es noch die Knöpfe zum Auslösen der Kamera (rechts Video, links Photo) und die Zeigefinger Potis – links für Kamera Nick und rechts für die Geschwindigkeit des Copters. (Hase – Schildkröte). So toll die Funke auch ist, sie hat wieder einmal den einen Nachteil – das riesige 7″ Display spiegelt wieder so sehr, da freut sich jede Stylistin. Selbst bei wenig Sonnenlicht ist das Teil einfach nicht zu gebrauchen. Der mitgelieferte Blendschutz hilft leider auch nur sehr wenig. Da wird ein externer Monitor hermüssen – denn das wiederum ist eine tolle Neuheit. Die ST16 Bodenstation verfügt nun über einen HDMI OUT! Ansonsten gibt das eingebaute Android Tablet sämtliche Telemetriedaten aus. Höhe, Entfernung, GPS, Speed usw. werden an den jeweiligen Seitenrändern des Monitors ausgegeben. Flugzustände und die intelligenten Flugmodi lassen sich hier ebenfalls einstellen.

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Zubehör / Lieferumfang

• TYPHOON H RTF Set
• 3-axis CGO3+ Gimbal Kamera
• ST16 16-Kanal 2.4GHz Fernsteuerung mit Video Downlink und FPV Funktion
• 5.400mAh 4S 14,8V Li-Ion Akku
• AC/DC Ladegerät
• 12V DC KFZ Adapter und 230V~ Anschlusskabel
• USB Adapterkabel
• Umhängeriemen und Sonnenschutz für ST-16 Bodenstation
• 10 Stck. Propeller (5x CW/5x CCW)
• 16GB Micro SD-Card

Die Besonderheiten

Kommen wir nun zu den Besonderheiten im Einzelnen. Natürlich erst einmal das Wesentliche – es ist ein Hexacopter und bietet somit dank der zusätzlichen 2 Arme mehr Sicherheit als jeder Quadrocopter. Damit aber nicht genug. Bei Ausfall eines Motors geht der Algorithmus des Typhoon H sofort in den „5 Motor Mode“ – dargestellt im Display der Fernsteuerung – und gewährleistet so eine sichere Landung. Selbst beim Ausfall von 2 Motoren lässt sich der Hexa noch landen. Fällt beim Quadrocopter nur ein Motor aus, flippt er einmal und schnellt zu Boden. Sicherheit bietet der Typhoon H also schonmal. Der Sound des Typhoon H ist trotz der 2 Extra Motoren leiser und angenehmer. Bleiben wir beim Copter selbst und da muss ich unbedingt das Landegestell als wirklich tolles Feature erwähnen. Per Schalter einfach nach oben klappbar. So gibt es der Kamera die komplette Freiheit. Die weitere Besonderheit, wie vorhin bereits erwähnt, ist die Hindernis Erkennung. Diese funktioniert wirklich sehr genau und sehr gut. Komme ich der Hauswand zu Nahe, stoppt der Copter – ich kann noch soviel Gas geben – der H bleibt stehen. Mit der in Kürze erscheinenden PRO Version wird der Typhoon H um INTEL REAL SENSE erweitert – damit kann der Copter selbstständig alternative Routen suchen und scannt die komplette Umgebung auf Hindernisse. Das System wird richtig spannend – in Kürze dazu mehr.  Ansonsten bietet der Typhoon H mit seinen 1.800gr Abfluggewicht noch viele Spielereien und Features, die wir auch von anderen Coptern her kennen. So z.B. der HD Video Downlink – also das Live Videobild vom Copter wird als 720p HD Video an die Fernsteuerung gesendet. Die Reichweite in meinem Test lag für die Videoübertragung bei 800 Metern und die Funkstrecke zur Steuerung bei knapp einem Kilometer. Das sind enorme Verbesserungen gegenüber dem Typhoon Q500 4K , jedoch weniger als beim DJI Phantom 4 mit seiner Lightbridge.

Flugmodi

Noch ein Highlight. Der Yuneec Typhoon H kommt mit einer Menge neuer intelligenten Flugmodi daher. Neben einer Reihe von Selfie-Möglichkeiten, die ich allesamt nicht benötige, gibt es den Follow Me Modus. Hier folgt der Copter der Person selbstständig. Und wer, wie ich den Wizard dabei hat, benötigt dafür nicht mal eine Fernsteuerung. Einfach den Wizard anhängen und der Copter folgt. Gleiches macht er beim Orbit Me Modus – dabei umkreist er mich permanent. Die für mich beste Neuerung ist die Courve Cable Cam. Dabei fliege ich zuerst eine Flugroute ab und speichere mir diverse Punkte am Himmel als Route. Nun lasse ich per Knopfdruck auf der ST16 den Typhoon H genau diese Punkte völlig autonom anfliegen. Das besondere: Ich kann dabei (vorausgesetzt das Gimbal steht per Schalter auf „FREE“ – Schalter nach unten) mit dem rechten Stick die Kamera steuern. Dadurch ergeben sich wahnsinnig coole Kamerafahrten, die bislang ausschließlich im 2-Mann Modus realisiert werden konnten. Wirklich cool! Noch so ein Modi, den ich besonders mag: Point of Interest. Dabei fliege ich mittig über ein Objekt – z.B. ein Haus und speichere mir dies als POI. Nun starte ich den Modus und der H beginnt selbstständig mit einem Kreisflug. Dabei zentriert er die Kamera immer auf den zuvor gesetzten POI. Mit den Sticks kann ich die Geschwindigkeit Entfernung und Höhe verändern während der Hexacopter weiter kreist.

Flugmodi des Yuneec Typhoon H

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Erstflug

Puh. Ich hoffe, bis hierher liest überhaupt noch jemand, denn nun wird es doch erst spannend. Mein erstes Flugerlebnis mit dem Yuneec Typhoon H war ehrlich gesagt ernüchternder, als ich mir erhofft habe. Auf der Flugwiese angekommen starte ich nun Funke und Copter und warte auf die Verbindung vom Livebild… und warte… und warte… Ich habe 3,5 Minuten  warten müssen, bis das Livebild endlich da war! Und kaum war ich in der Luft, bricht umgehend das Livebild schon wieder ein. Direkt gelandet und wieder gewartet – leider kam auch nach 5 Minuten immer noch kein Livebild und so habe ich alles neu gestartet. Bis die erste Verbindung nun aufgebaut war, hat es knappe 3 Minuten gedauert – wieder. Dann hebe ich ab. Und nun hatte ich endlich keinen Abbruch mehr. Den gesamten Flug von über 22 Minuten – so lange hält der Akku im Schnitt bei mir und das ist für einen Hexacopter eine super Leistung!

Gestartet wird der Typhoon H über den roten Knopf an der Funke und dann Vollgas nach oben am linken Stick – Mode 2 vorausgesetzt. Den Startprozess macht er voll automatisch – wie bei allen bekannten Coptern eigentlich. Alternativ kann ich den Start auch über einen Knopfdruck in den intelligenten Flugmodi initiieren. Das mache ich aber grundsätzlich nie, da ich lieber die Sticks direkt in der Hand habe und selbst starte. Keine Ahnung wieso.

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Der Copter selbst liegt super in der Luft und hält die Position auch perfekt. Sobald das Landegestell eingefahren ist, wirkt der Typhoon H einfach nur genial! Das ist wirklich ne coole Optik. Wer nur DJI Phantom fliegt, wird beim Erstflug wohl etwas irritiert sein. Der Typhoon H ist schnell – viel schneller als der Q500. Aber auch etwas zickiger beim Gas geben. Kleine, präzise Anflüge sind mir am Anfang doch schwer gefallen, da der Copter immer stark ruckend anfliegt und dann das vorgegebene Tempo annimmt. Nach 2-3 Flügen hatte ich das drin und kann damit auch wunderbar umgehen. Ein Tipp: Der Modus SCHILDKRÖTE ist bei schwieriger Umgebung ein echter Helfer. Alternativ kann natürlich auch über die EXPO Einstellungen alles verändert werden und so das Ansprechverhalten des Typhoon H angepasst werden.

Die Geschwindigkeit des Typhoon H generell ist wirklich zufriedenstellend. Vorausgesetzt das Anti Collision System ist aus. Denn das schluckt kräftig Geschwindigkeit. Logischerweise. Und wer richtig Spaß haben will, der schaltet einfach mal GPS aus – dann geht beim H die Post ab! Aber bitte immer mit Vorsicht und ausreichend Erfahrung genießen!

Während meines Erstflugs habe ich natürlich diverse Bilder und Videos gemacht. Alles funktionierte reibungslos. Dazu aber gleich mehr im Bereich Video- und Fotoqualität. Auf die Funke und die Übertragung möchte ich vorher noch einmal zu sprechen kommen. Während des ersten Flugs sind mir 2 Dinge negativ aufgefallen. Erstens. das Videobild ruckelt ab und an deutlich. Dies kann mit einem Verstellen der kleinen Cloverleaf Antenne reduziert bzw. behoben werden. Und Punkt 2 ist leider nicht so einfach zu beheben. Das Display spiegelt so dermaßen stark, dass ich ohne externen Monitor den Copter nicht sauber einsetzen kann. Ob mit Blendschutz oder ohne. Es spiegelt enorm. Ich flog bei starker Sonne und stand dabei unter Bäumen – Bild-bedingt konnte ich mir keine andere Position aussuchen. Ich habe nur noch die Spiegelung der Äste über mir und mich selbst im Display gesehen. Egal wie ich es drehe oder halte. Das habe ich schon beim Q500 bemängelt – beim Q500 4K bemängelt und ich bemängele es auch jetzt leider wieder. Das ist nicht angenehm, damit zu arbeiten. Ich habe zum Test mal das iPhone und ein iPad daneben gehalten. Beide konnten nicht perfekt aber deutlich besser ein Bild anzeigen (YouTube Video einer FPV Szene mal daneben gehalten). Hochglanz Display ja bitte – aber nur wenn es Funktional bleibt! So ist es wirklich schlimm.

Yuneec Typhoon H Klapp Arme

Die Kameraqualität nach nun über 10 Flügen

Nun, ich bin verwöhnt und fliege extrem viele unterschiedliche Modelle. Vom Inspire Pro über Phantom verschiedener Baureihen, Eigenbauten und alle Yuneec Modelle bis auf die große H920 Serie. Erfahrung in Foto und Film habe ich schon jahrelang – das mal nur vorweg.  Die ersten Videos noch nach dem Erstflug haben mich schlichtweg begeistert. Alles wirkt sanft, nicht überschärft, die Farben sind gut und auch der FOV (Field of View – also Blickwinkel) ist gut. Besser als beim Phantom. Nun habe ich aber 2 Aufträge mit dem Modell geflogen, wo ich Details filmen musste und nah ran musste. Teils bei starkem Sonnenschein, teils bei stark bedecktem Himmel. Generell ist die Kamera Qualität nach wie vor als gut einzuordnen. Aber die Anfangs für gut befundene Schärfe hat sich bei Details eher in Richtung Schulnote 3-4 gedreht. Gerade bei Häusern und klaren Details fällt es auf. Das Videobild wirkt unscharf. Wenn wir mal über den Phantom 4 reden – so wirkt das Bild dort viel zu überschärft. Ein Zwischending wäre super. Aber das ist der Typhoon H in dem Falle nicht. Das ist vielleicht meckern auf hohem Niveau und andere sehen keine Unterschiede, doch ich sehe den Unterschied und das stört mich. Ein Nachschärfen in der Post ist zwar machbar, aber das bringt nicht das gewünschte Ergebnis. Hier mal ein Bild. Ein weiteres Problem ist der starke Unterschied im automatischen Weißabgleich. Dieser wechselt beim Schwenk aus der Totalen z.B. auf den Boden oder auf ein Haus ohne Himmel im Hintergrund von warm  zu kalt. Und das deutlich. Zuviel! Das sind alles Probleme, die ich hier anspreche, die mit Sicherheit über Updates behoben werden – aber es wirkt für mich noch nicht bis zum Ende fertiggestellt. Gerade wenn ich an den gefühlt ewig dauernden Verbindungsaufbau denke! Auch das wird sicherlich per Update behoben.

Nochmal zu meinem Urteil zur Schärfe und Farbe. Entscheidet selber, welches das bessere Bild ist. Könnt Ihr mir gerne in die Kommentare schreiben.

Zur Info: Die Screenshots stammen jeweils aus dem Video des Copters. (Yuneec H und Phantom 4) Alles wurde im Automatik Modus aufgenommen. Beide Copter waren auf normalem Bildstil eingestellt. 4K 25fps Videomodus.

Download des Bildes in voller Auflösung 

Fazit

Der Yuneec Typhoon H in der Advanced Version ist für seine Ausstattung, Verarbeitung und den Sicherheitsaspekten wirklich ein Preis / Leistungs – Testsieger! Denn für genau 1.399 EUR wandert das gute Stück über die Ladentheke. (Aktuell im Angebot für 50 EUR weniger ) Und wer etwas Vergleichbares in Sachen Sicherheit, Verarbeitung und als perfektes Gesamtpaket sucht, wird nicht fündig! Der Typhoon H ist so wie hier angeboten, einmalig auf dem Markt. Die PRO Version mit Intel Real Sense wird es ab voraussichtlich Juli 2016 zu einem Preis von 2.099 EUR geben – dann aber mit Zusatzakku und echtem Rucksack. Dieses Set gibt es beim Advanced übrigens auch – kostet dann als Bundle 1.699 EUR.  Insgesamt wäre der Yuneec Typhoon H mein absoluter Testsieger  – und das hätte ich auch wirklich gerne geschrieben. Doch aufgrund der noch nicht behobenen Mängel, wie Verbindungszeit, Abbrüche nach dem Start (trat bei mir wirklich häufiger auf) und der Kameraqualität nimmt der Hexacopter in unserem internen Ranking einen guten, dritten Platz ein. Sollte es Updates bzgl. den hier genannten Mängeln geben, werde ich berichten!

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Yuneec Typhoon H
94.8 Bewertung
Lieferumfang
Verarbeitung
Reichweite
Kamera
Flugzeit
Preis / Leistung

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Befestigung der Beine - yuneec

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CGO3+ - die neue Kamera am Typhoon H

Yuneec Typhoon H Klapp Arme

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Klappmechanismus am Typhoon H

Yuneec Typhoon H im Test

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