Heute endlich folgt ein Review das ich schon lange vor mir her schiebe und nie Zeit hatte! Denn muss es immer ein Racer für 400-500 EUR sein? Wie oft sehe ich Angebote im Netz, die günstiger sind als meine Motoren. Ich habe mich für den BFight 210mm FPV Racer entschieden. Mit round about 150 EUR für eine fertige Kiste eine echte Ansage!

Aufgebaut kommt der BFight 210 komplett fertig. Nur noch Props dran, binden und los geht es. Ich bin überrascht wie gut er bereits auf den ersten Blick daher kommt. Sauber aufgebaut, alle Schrauben fest und sogar die Kabel mit Gewebeschlauch eingepackt. Die Lötstellen am 4in1 ESC alle sauber. Kaum lose Kabel zu sehen. Wirklich gut! Im Lieferumfang sind noch ein paar Kabelbinder und 2 Sätze Props. Meine erste Handlung bei dem Copter war das Auseinanderbauen und inspizieren sämtlicher Lötstellen und Kabel. Nichts ist ärgerlicher als ein Crash aufgrund trivialer Fehler. Aber auch hier war nichts festzustellen. Ich bin wirklich schon vor dem Erstflug begeistert – ich halte schließlich einen kompletten Copter für 150 EUR in der Hand – da hat mein letzter Alien Frame mehr gekostet… Das soll aber kein Vergleich werden, sondern in Relation gesehen bin ich einfach nur gespannt, ob so ein günstiges Modell überhaupt fliegt und was wegstecken kann.

Die Specs & Eindrücke

Ausgestattet ist der BFight 210 wirklich gut.  Vom Omnibus F3 Pro mit komplettem Betaflight OSD in Verbindung mit dem 4in1 BLHeli_s 30A ESC bis hin zu den 2205er 2300KV Motoren habe ich hier solide Komponenten vor mir – keine brandneuen F7 und Co. aber da lassen wir auch mal die Kirche im Dorf. Als Kamera wurde die gute, alte HS1177 verbaut. Allerdings mit einem kleinen Joystick an der Rückseite – so entfällt das lästige Kabel anstöpseln zum Einstellen der Cam. Find ich schon mal sehr cool. Der FPV Sender kommt mit 40 Kanälen, wahlweise 25 oder 200mw und einem steckbaren Pigtail daher. Letzteres wünschte ich mir bei den berühmten Herstellern, erwartete ich aber nicht bei einem Modell dieser Preisklasse. Klarer Pluspunkt!

Der Rahmen selbst ist gut verarbeitet, das 3K Carbon optisch gelungen. Macht soweit einen guten Eindruck. Die Topplate ist sehr zierlich – ich bin gespannt, wie lange die kleinen Überstände an Front und Heck so halten. Die seitlichen Kamerahalter hatten bei meinem Modell minimal Spiel in den Aussparungen in der Topplate. und haben die Kamera minimal vibrieren lassen. Hier hilft einfach ein wenig Schaumstoff oder Kleber. Auch an den Fräsungen und Kanten selbst sieht man schon einen deutlichen Unterschied zu höherpreisigen Frames. Kanten brechen würde Sinn machen.

Optisch gefällt mir der Copter richtig gut. Schön schlank, sauber aufgebaut und ein gutes Design. Einzig der hässliche XT60 Stecker samt Kabeln hätte ein Makeover vertragen. Hier würden Gewebeschlauch und ein schwarzer XT60 optisch nochmal einiges bringen. ABER wir fliegen ja und haben keine Trailerqueen.

Die Antenne des VTX (Linearantenne) ist vom Werk aus noch nicht richtig fixiert und läuft Gefahr, geschreddert zu werden. Daher habe ich einfach einen Kabelbinder (im Lieferumfang auch enthalten) hinten befestigt und die Antenne dort eingeschrumpft. Ja, ich weiß.. ein schwarzer Kabelbinder wäre schöner gewesen.

Setup

Dank des ebenfalls im Lieferumfang enthaltenen FRSky Receiver muss ich nur noch binden und kann mich ans Betaflight Setup begeben. Als Empfänger kommt hier der kleine XM+ zum Einsatz. Ihr bekommt den BFight aber auch wahlweise mit einem DSMX oder FlySky Receiver oder ihr lasst den Empfänger weg und bestellt die PNP Version. Macht aber keinen Sinn, denn die ist nicht günstiger.

Mein erster Schritt war nun das flashen der aktuellen Betaflight Version und dem aktivieren der dynamischen Filter. Sonst sind alle PIDs STOCK. Kurz meine Settings, Airmode und Rates übernommen, das OSD in der Betaflight GUI konfiguriert und ich bin startklar für den Erstflug! BTW. der 4in1ESC bietet Support für folgende Protokolle: Oneshot, Multishot, DShot150, DShot300, DShot600.

Erstflug

Nach langen Regentagen konnte ich endlich mal raus aufs Feld und fliegen. Akku dran und los. Als Akku habe ich einen R-Line von Tattu mit 1550mAh geflogen, denn die 5152er Gemfan machen mir ein wenig Angst. Sind schon Biester… Also, nervös wie vor jedem Maiden ziehe ich meine Brille an und starte die Motoren. Meine erste Aufmerksamkeit mit jedem neuen Copter schenke ich erst einmal dem Geräusch im Standgas. Was höre ich, bevor ich losfliege. Was soll ich sagen? Ich höre nicht viel. Super ruhiger Lauf, kein vibrieren o.ä. alles in Allem sehr leise. Dann los – Gas nach vorn und gib ihm. Und was soll ich sagen?? ES MACHT SPAß!! Ich habe kein unangenehmes oder fremdes Gefühl, alles geht intuitiv. Wie bei den teuren Brüdern. Ich habe auch nicht das dringende Verlangen zu landen und die PIDs zu tunen. Nein, im Gegenteil. Stock Settings mit dynamic Filtering macht Laune! Gut, Propwash ist was da, aber im Rahmen. Dafür geht es sauber und es fliegt. Und dank des geringen Gewichts von 267 Gramm ohne Akku auch verdammt schnell! Ich war nicht alleine an dem Tag und konnte von Sven nur hören“ WOOW, der geht aber..“ Und so fühlt es sich auch an – der geht gut! Richtig gut. Nach 3 Minuten bin ich dann gelandet und hab mal alles gecheckt. Motoren sind lauwarm, nichts stinkt oder ist heiß geworden. Schrauben und Motoren sind alle fest. Der Erstflug war wirklich gelungen!

Fazit

Ich glaub, Ihr habt es schon rausgelesen. Mein Fazit fällt sehr gut aus. IN Anbetracht des Preises müsste es sogar Weltklasse sein. Nach nun gut 20 Akkus und einigen „harten“ Landungen bleibt mein Fazit wie beim Erstflug. Der BFight210 macht seine Sache richtig gut! Fliegt sauber, das Videobild ist klasse und die Motorlager spielen auch mit. Rundum gelungen! Eine Sache fehlt mir allerdings. LEDS! Kosten nix und würden das Gesamtpaket noch abrunden. Und wie geht es weiter mit dem Kleinen? Meine Intention von günstigen Coptern war immer einfach. Das wird mein Basher. Ich bin ja mehr im Freestyle zu Hause, race aber auch gerne und genau für diese Situationen ist er genial. Da kann man schon mal neue Tricks beim Freestyle üben ohne gleich einen Verlust von mehreren Hundert EUR einzufahren. Und auch beim Race darf er dann gerne mal geprügelt werden. Ich bin mir nämlich ziemlich sicher, dass er gut was wegstecken kann. Ich halte Euch bzgl. Haltbarkeit auf dem Laufenden.

Jetzt wollt Ihr nur noch wissen, wo es das Modell gibt. Hier bekommt Ihr den BFight 210

Und wenn Ihr noch was sparen wollt ,benutzt doch einfach folgenden Gutschein-Code:
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Video

In dem Video findet Ihr ein ungeschöntes DVR mit verschiedenen Flügen aus meinen Tests. Angefangen mit Speed und Cam-Winkel von ca. 45 Grad bis zum Freestyle Flug und Camwinkel von 20 Grad. Achtet mal auf die AMP Anzeige. Da stimmt noch was nicht. 😉

Technische Daten

Motorabstand: 210mm
Gewicht: 267g
Material: 3K Carbon
Bottom plate : 4mm
Top plate : 1.5mm
Flight controller: OMNIBUS F3 Pro mit OSD
Brushless motor: F2205 2300KV
Brushless ESC: 4-in-1 BLHeli – S 30A
Propeller: Gemfan 5152 three-blade
Kamera: HS1177 600TVL
FPV Sender: 5.8G 40CH 25mW / 200mW
Ausgelegt für: 11.1 – 14.8V ( 3 – 4S LiPo )

Bilder


ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Lieferumfang
85 %
Design
80 %
Verarbeitung
70 %
Preis
100 %
Flugverhalten
95 %
Verbaute Komponenten
80 %
TEILEN

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