Egodrift ist eines der relativ jungen Unternehmen in der FPV Miniquad Szene und doch in aller Munde. Grund genug das ich mir endlich mal einen der Frames geschnappt habe und ein kleines Review verfasse. Kennengelernt und gekauft habe ich meinen Egodrift BlackPearl auf der Intermodellbau in Dortmund und konnte einen Blick auf kommende Produkte werfen.  Eins vorweg – das wird nicht mein letzter Egodrift Racer sein. Warum habe ich mir den BlackPearl gekauft? Es gibt doch schon einige neuere Modelle? Gute Frage – die anderen waren ausverkauft 😉 UND mir gefällt das Modell einfach super gut. Und es ist ein Unbiody Frame. Was dies bedeutet ist leicht erklärt. Die untere Platte des Rahmens ist aus einem Stück gefräst. So sind Arme und Body(der mittlere Teil des Frames, wo die Elektronik platziert wird) aus einem Stück gefräst. Das spart Gewicht, birgt jedoch die Gefahr das bei einem Bruch der komplette Unibody getauscht werden muss. Da bietet EGODRIFT einen entscheidenden Vorteil. Das wirklich erstklassige Carbon des Blackpearl 220mm Frame ist leicht flexibel und kann so eine Menge an Energie beim Aufprall abfangen. Fangen wir aber nun mal an mit ein paar Daten zum Frame.

 

Einsatz und Specs des BlackPearl 220mm

  • –  Wide-X Unibody frame
  • –  60g (incl. Schrauben)
  • –  Topplate : 1,9 mm
  • –  Unibody : 3 mm
  • –  Flexible MagicCarbon
  • –  Bis max. 5″ Props
  • –  Für Racing & Freestyle

Dank des „Wide-X“ fliege ich den BlackPearl gerne als Freestyle Copter. Gerade in Verbindung mit den Sonic Pro SP2205/2400 High Torque Motoren und dem Full Kiss Setup hab ich ein wirklich smoothes Fluggefühl. Und das trotz Akku unten. Ich bin eigentlich eher der Freund von Akku oben. Doch das macht der BlackPearl echt gut. Böse Zungen behaupten, es handele sich nicht um ein Wide X, sondern vielmehr um ein H Frame. Genau genommen stimmt es sogar, da sich die Arme nicht zu einem X in der Mitte treffen. Dennoch bleibt das Fluggefühl eines Wide-X, da sich im Grunde der Abstand der Motoren nicht unterscheidet.

Lieferumfang und Aufbau des BlackPearl

Im Lieferumfang des BlackPearl ist die eben besagte Unibody Plate, die Top-Plate 4 Stand-Offs, 8 M3 Schrauben, eine gelungene Kamerahalterung und ein Egodrift Lipo Strap.  Der Aufbau ist denkbar einfach. Zuerst schraubt Ihr die 4 StandOffs in die äußeren Löcher des Bodys. anschließend wird die Kamerahalterung in die dafür vorgesehen Aussparungen in dem Unibody eingeschoben. Nun folgt nur noch die Topplate – festschrauben -fertig… Moment. Da fehlt doch noch was 😉 Klar, ganz so schnell ist der Aufbau des Copters nicht, aber Ihr seht schon. Das Unibody Konzept spart eine Menge Schrauben und Zeit beim Aufbau. Schaut Euch auch mal die Bilder an. Dort seht Ihr die einzelnen Steps. Die Kamerahalterung ist speziell für die RunCam Swift (1 und 2), die Owl Plus und die Foxeer HS1177 gedacht. Ob andere Foxeer Kameras passen, konnte ich leider nicht ausprobieren. Aber da ich in der Vergangenheit schon Probleme mit den Foxeer Monster oder Arrow an gängigen Halterungen hatte, wird es nicht ganz passen.  Es passen alle gängigen Motoren mit einer Propgröße von maximal 5″ auf Arme. Was mir gut gefällt ist das gesamte Arm- Design. Dank der Verlängerung der Arme ist der Motor relativ gut geschützt ( Ok, hilft nicht immer – hab ein paar Macken im Motor), die Breite der Arme ist ausreichend, so dass auch die breiten KISS Regler mit etwas Überhang Platz finden.  Die Topplate ist mit 1,9mm nicht überdimensioniert und dank des optisch sehr gutem Wabendesign auch sicherlich anfällig bei harten Einschlägen. Das bleibt noch abzuwarten. Eine spezielle Antennenführung gibt es nicht – ist aber auch nicht nötig, da die FPV Antennen idealerweise einfach nach hinten rausgeführt werden. Die Fixierung per Kabelbinder klappt dank des offenen Topplate Designs sehr gut.

Egodrift BlackPearl wide X Lieferumfang
Egodrift BlackPearl wide X Lieferumfang

Mein Egodrift Setup

Um es nicht nur als Frame Review stehen zu lassen, möchte ich Euch direkt mein komplettes Setup mit auf den Weg geben. Da Egodrift eines sehr gut kann, und zwar Design, muss es natürlich auch standesgemäß ein Egodrift Motor sein. Hier habe ich mich für die Freestyle Variante entschieden. Den Sonic Pro SP2205/2400 High Torque Motoren. Diese lassen sich butterweich drehen und bieten in der Luft einen Sound, den ich so bis dato noch nicht gehört habe. Ein sehr smoother Sound – ein Teamkollege sagte, die „singen“ förmlich. Und ja, es klingt schon anders. Aber schaut Euch doch mal das Design an! Die Farbe und die 5-Achs gefräste Glocke. Richtig cool! Und auch wenn ich weiß, dass der Copter nie wieder so schön aussieht, wie am ersten Tag (sind ja keine Vitrinen-Schönheiten), freue ich mich immer wieder, wenn Hersteller einfach mal was „anders“ machen. Chapeau Egodrift!

 

Beim Herzstück vertraue ich auf KISS. Daher habe ich für den Egodrift Blackpearl auch ein Full KISS Setup gewählt. Bestehend aus einer KISS FC und 4x 24a Race ESCs. Als Stromverteiler kommt ein MATEK PDB mit integriertem OSD zum Einsatz. Beim Video Setup vertraue ich wie bei allen Modellen auf einen TBS Unify VTX, TBS Triumph Antenne und eine Runcam Swift. In diesem Fall eine RotorRiot Edition. Diese bietet von Haus aus sehr gute Einstellungen und eine 2,5er GoPro Linse. Und schon steht das Setup. Noch 2 LEDS auf die hinteren Arme und das war es. Doch bevor ich Euch jetzt die Bilder zeige, bekommt Ihr noch die komplette Spec Liste mit Preisberechnung zum Nachbau.

  • Egodrift BlackPearl Frame = 84,90 € (Link)
  • 4x Egodrift SonicPro 2205er Motoren = 149,80 € (Link)
  • KISS FC = 34,90 €(Link)
  • 4x KISS ESC 24a RACE = 91,60 € (Link)
  • TBS Unify Pro HV Race = 33,95 € (Link)
  • TBS Triumph Antenne = 22,90 €
  • MATEK PDB mit OSD = 19,90 € (Link)
  • Runcam Swift RR Edition = 45,95 € (Link)
  • LEDs = 15,90 €
  • Props = 4,80 €

Gesamtpreis komplett: 504,80 €

Mein Fazit zum Egodrift fällt durchweg positiv aus. Die Motoren sind sehr teuer, halten aber auch einiges aus. Das Flugverhalten selbst ist Bombe! Der Rahmen ist mit knapp 85 EUR absolut Ok. Die Qualität des Carbon, das Design und der Platz sind bei einem Gewicht von 60 Gramm absolut genial! Der Aufbau selbst war eine Freude!! Preislich spielen wir hier natürlich hin der oberen Liga, aber dafür gibt es auch ordentlich was geboten. Ich würde den Copter wieder so bauen.

P.S. bitte befestigt Eure ESCs NICHT wie ich auf den Bildern. Ich hatte leider keinen Schrumpfschlauch mehr – das ist jetzt aber behoben.

Aufbau des egodrift Frames
Passt alles wunderbar mit viel Platz
Die silbernen Wicklungen – ein richtig cooles Detail!
Der fertiggestellte Egodrift BlackPearl 220mm RaceCopter

 

 

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