RotorX Atom RX122 V2 PRO im Test

RotorX ist mir seit längerem bereits ein Begriff. Erstmals aufgetaucht in einer Kickstarter Kampagne halte ich nun einen RotorX ATOM RX122 V2 PRO in der Hand und teste das Modell für Euch. Gekauft habe ich mir den kleinen Racer der <130er Klasse beim deutschen Distributor für RotorX – Flyingmachines.de . Chris hat uns für den Test des Atom einen Rabatt eingeräumt – an dieser Stelle meinen herzlichen Dank für die Unterstützung.

Mit dem Atom V2 Pro starte ich erstmals in die Welt der wirklich kleinen, aber ernstzunehmenden Racer. Besonders reizt mich das Gesamtpaket des RotorX. Top Komponenten, wie der extra für den Atom entwickelte TBS RXCube mit integrierter FC und dem 4in1 ESC. Mit an Board ist der von mir schon oft genutzte TBS Unify Pro Videosender – diesmal aber ebenfalls auf dem neuen CUBE integriert. Um den kleinen Cube abzurunden wurde selbst das bekannte TBS Corepro OSD mit integriert plus PDB und LC Filter. Alles was das Herz begehrt auf einem kleinen Powercube – mit gerade mal 2 Platinen. Anfangen möchte ich mit dem Unboxing, dem Lieferumfang und der Ausstattung.

Lieferumfang und Ausstattung

Der RotorX Atom V2 Pro kommt als Bausatz in einer kleinen Box. Im Lieferumgang ist bis auf einen LiPo und Empfänger alles dabei, was wir benötigen. Chris hat mir freundlicherweise noch die optional erhältlichen, farbigen Canopys und Drops mitgeschickt, die ich Euch hier gerne zeigen möchte.

Unboxed RotorX RX122 V2 Pro
Lieferumfang des RotorX PRO
RotorX Atom V2 Pro unboxing
So kommt der RotorX Atom zu Euch. Alles in der Box.

Besonders gut finde ich die Auswahl der Video – Antennen. Neben der beliebten TBS Triumph wurde nun noch eine super kleine WHIP Antenne ergänzt. Diese ist nicht nur 15 Gramm leichter, sondern einfach super klein und bietet bei meinem Test wirklich gute Reichweiten. Jedoch bietet die große Triumph deutlich mehr Reichweite und weniger Glitches im Bild. Optisch ist die kleinere Antenne in jedem Fall die bessere Wahl bei dem kleinen Quadrocopter. Die Verarbeitung des Unibody Frame überzeugt. Das matte Carbon sieht super aus, die Kanten sind sauber verarbeitet. Die 4mm wirken bei dem kleinen Frame so massiv – dem kann so schnell kein Springbaum was an haben. Mein erster Gedanke bei dem Unboxing des Rahmens und des Canopys war allerdings – „wie soll das alles da rein passen??“ Dazu aber später mehr. Die winzigen Motoren mit 4100KV und die Mini Kamera habe ich so noch nie gesehen. Wirklich klein und gut verarbeitet.

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Das alles bekommt Ihr : 

  • – RotorX RX122 Atom V2 Pro mit 4mm 3K Baseplate
  • – RotorX RX1306 Motoren
  • – RotorX RX3040 Props
  • – 600TVL Micro FPV Cam PAL (110° FOV)
  • – Polycarbonat Cover
  • – Team Blacksheep RXCube – extra designed für den RX122 Atom – bestehend aus:
  • – STM32 F3 Flight Control mit Betaflight
  • – Silabs 4 in 1 ESC mit 12A (2-4S) SiLabs F396 50Mhz
  • – OneShot 125 & OneShot 42 Support
  • – TBS Unify Pro VTX 25mW-800mW
  • – COREPRO OSD mit Batterie, Spannung, Strom, Timer
  • – Powerfilter für Cam + VTX (5V/12V/VBat)
  • – Current Sensor
  • – Buzzer für lost modell + Batteriestatus
  • – TBS Triumph + Whip Antenne (ca. 15g leichter als die Triumph)

Aufbau

Auf den Aufbau habe ich mich richtig gefreut. Und so setzte ich mich nach Feierabend hin und fing an. Zuerst verlöte ich die 4 Motoren mit den passenden Reglerplätzen auf dem 4-in1 ESC des Cube. Dann ist die Stromversorgung dran. Im Lieferumfang ist ein XT30 Stecker für den LiPo enthalten, den ich jedoch gegen einen XT60 getauscht habe. Wirkt zwar riesig an dem Mini Quad, macht aber Sinn. Denn all meine Akkus haben einen XT60 – und da hab ich keine Lust alle umzulöten.  Nun stecken wir noch das PigTail für die FPV Antenne in den Unify. Ich habe mich für die große Triumph entschieden. Daher seht Ihr hier auf dem Bild die Schraubverbindung zur Antenne. Die kleine Whip Antenne wird direkt angesteckt. Nun habe ich den kompletten Strang, bestehend aus dem RX Cube und den Motoren fertig zur Montage.

 

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Fertig gelötete Motoren an den 4in1 ESC des RotorX Cube von TBS.

Nun kann der gesamte Antriebsstrang auf dem Unibody Frame montiert werden. Fangt hier mit dem Cube an. Auf das Carbon wird nun das Klebepad montiert, welches als Fixierung dient. Geschraubt wird der Cube noch von unten.Wichtig ist hier die untere Plastik Abdeckung, die den gesamten Powercube vom Carbon abschirmt. Auf der FC seht Ihr einen Pfeil, der eigentlich immer zur Front des Copters zeigen soll. Dies ist bauartbedingt beim RotorX jedoch um 180 Grad gedreht. Achtet also darauf, dass der Pfeil nach HINTEN zeigt. Das ist Software-seitig schon gedreht. Schraubt nun von unten die Elektronik auf den Rahmen.

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Nun schrauben wir die T-Motor Motoren auf die Arme. Nehmt einfach 2 Schrauben. 4 ist Overkill 😉 Aber nutzt bitte mittelfesten Sicherungslack! Immer! Nun sieht das doch schon aus wie ein Quad. Nachdem alles festgeschraubt war, habe ich an dieser Stelle kurz die Drehrichtung der Motoren geprüft. Bevor Ihr den RotorX Atom nun aber mit Strom versorgt, schraubt unbedingt die Antenne an den VTX! Da diese ohne Antenne zu heiß werden und so krepieren. Also Antenne dran, LiPo dran und ausprobiert. Sollte hier was nicht stimmen, können wir noch einfach durch ein Tauschen der Motorkabel die Drehrichtung ändern. Dazu werden einfach die 2 äußerenKabel am jeweils angelöteten ESC kurz getauscht. Dreht alles richtig rum (einfach erklärt: vorn drehen die Motoren nach INNEN und hinten drehen die Motoren nach AUSSEN) geht es weiter mit dem Aufbau.

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Fertig montierte Elektronik und Motoren am RotorX

Nun ist die winzige FPV Kamera an der Reihe. Diese könnt Ihr mit 3 unterschiedlichen Winkeln montieren. Ich habe mich für den mittleren entschieden, würde aber zum größtmöglichen Winkel raten. Zwar bietet die 600TVL Cam  110° FOV (Field of View), dennoch kann der große Winkel nicht schaden. Wir wollen ja nicht Kampfschweben. Muss ich bei Gelegenheit umbauen. Hier seht Ihr die 3 Winkel:

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Drei unterschiedliche FPV Cam Winkel stehen zur Auswahl.

Die Montage ist kinderleicht. Ein TIP:  Kamera einklipsen, mit etwas Heißkleber fixieren (TIP von Philipp Seidel – DANKE DIR!) Das Kabel wird direkt in den unteren Layer des RXCUBE gesteckt. Schon ist OSD, Cam und VTX ordentlich verbunden.

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Montierte Kamera fertig angeschlossen
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Der Maiden ist nicht mehr weit! Zeit den Build fertigzustellen

So langsam neigen wir uns dem Finale. Jetzt muss nur noch der Empfänger angeschlossen werden – und da beginnt ein Stück weit der fucked up Part. Denn jetzt kommen wir zu dem Punkt, der mich echt genervt hat. Der PLATZ unter dem Canopy. Ich fliege das TBS Crossfire System und wollte einen RX Micro verbauen. Der wirklich kleine Empfänger passt allerdings nicht ohne Modifikationen da rein. Auch bei einem Spektrum Satelliten muss modifiziert werden. Am Besten nutzt Ihr das Taranis System mit einem Micro Empfänger, welcher nicht größer als ein 5 Cent Stück ist. Das passt besser. Aber ich wollte nicht von meinem Crossfire System weg, also musste ich mir was einfallen lassen. Ich habe nach verschiedenen Möglichkeiten keinen Ausweg gesehen, als den unteren Stecker auf dem Empfänger abzulöten. Dieser ist eh nicht in Gebrauch und hat mir die 2mm Höhe verschafft, die ich brauchte. Das Canopy hätte meiner Meinung nach 2-3 mm mehr Höhe vertragen können. Würde dem Design und dem Bau nicht schaden, hilft aber enorm.

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Der modifizierte Crossfire Empfänger. Jetzt passt es.

Das war es. Nun ist das Canopy drauf, alles ist verschraubt und die Antenne montiert. Da steht der RotorX Atom V2 Pro nun vor mir. Und er sieht GUT aus. RICHTIG gut! Ich habe mich für die grün, weiße Kombination entschieden. Orange ist so gar nicht meins. Schwarz sähe auch cool aus. Optisch macht der Atom eine wirklich gute Figur. Bin gespannt, wie er fliegt.

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Erstflug, Lipps und Co.

Ab aufs Feld. Ich will das Ding endlich fliegen. Über OSD lässt sich der Atom V2 Pro super einfach konfigurieren und einstellen. Selbst das PID Tuning kann über das CorePro OSD erledigt werden. Da ich aber BETAFLIGHT Fan bin, wurde noch vor dem Erstflug die aktuelle Version von Boris B. installiert. Einen perfekten Tune für den Atom V2 PRO hat Magnus Myhre für Euch – Download hier . Ideal für PID-tuning faule Menschen wie mich. Danke!

Der Atom ist für den Betrieb mit 3S LiPos ausgelegt. Ich habe den Test des RotorX mit einem Test der neuen SLS Quantum 65C LiPos verbunden und mich für die 3S 800mAh Akkus entschieden. Vorsorglich habe ich auch mal einen 4S mutbestellt. Man weiß ja nie…  Vorteil der Lipos ist die hohe C Rate. Mit 65C ist da genug Dampf vorhanden und die Laderate von 10C ist PERFEKT fürs Feld. So werden die kleinen 800mAh mit 8A geladen. Den Ladevorgang von ein paar Minuten stämmt mein ISDT Charger. Diese hatte ich ja vor einigen Wochen bereits vorgestellt.

Aber zurück zum Erstflug. Dieser verlief problemlos und genial zugleich. Der kleine Atom fliegt wie ein großer und ist schneller, als manch ein 250er Pro Quad. Dampf ohne Ende. Das Tuning ist perfekt und sobald dank aktiviertem Airmode im Himmel das Gas rausgenommen wird, dauert es gefühlt Minuten, bis der Atom Richtung Boden fällt. Das Fliegengewicht merkt man da besonders. Tricks lassen sich mit dem Atom wirklich einfach üben, da er nicht so schnell fällt. Das gibt einem gefühlt deutlich mehr Sicherheit. Die Kamera und das OSD verrichten einen sehr guten Dienst. Klares Bild, gute Farben – typische 600TVL Cam halt.  Sicherlich bieten neue Cams, wie die Foxeer Arrow V2 ein besseres Bild, passen aber nicht in den kleinen Quad. Der Mini Quadrocopter fliegt rund um zufriedenstellend, dankbar und macht jede Menge Spaß!! Klares PRO Modell!

Nun will ich aber wissen, ob der kleine Racer auch 4S verträgt. Auch wenn die Regler dabei sicherlich an Ihre Grenzen kommen, wollte ich es wissen.. Tja. Ich sag dazu nix, schaut Euch einfach den Launch an!

Krass, oder?

Gewicht, Preis und Zubehör

Preislich schlägt der kleine Atom sicherlich schon ein größeres Loch in die Geldbörse, jedoch ist er es auch wert. Mit 419,95 € seid Ihr dabei. Hier kaufen

Zum Gewicht muss ich sagen, bin ich begeistert. 155 Gramm ohne LiPo. Der von mir genutzte SLS Lipo wiegt mit Kabeln und Stecker 82 Gramm.

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Als Zubehör empfiehlt sich ein kleiner Rucksack. Und da hat RotorX – bzw. Flyingmachines ein adäquates Modell im Angebot. Der RotorX gelabelte Mini Rucksack mit Platz für LiPos, Brille und Funke. Optisch ein echtes Highlight mit einer Art „Carbon“ Hülle versehen. Innen lässt sich der Rucksack nach Euren Wünschen gestalten. Dazu könnt Ihr Euch den Schaumstoff so gestalten, wie es für Euer Equipment passt.

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Fazit

Ein rundum gelungener FPV Mini Quadrocopter mit einer Diagonalen von 122mm. Einfach aufzubauen und super zu fliegen. Ich kann nur eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Der reine Aufbau ist in ca. 60 Minuten erledigt und es kann schon los gehen. Ich liebe es, wenn Dinge einfach und ohne große Probleme funktionieren. Das ist hier ganz klar der Fall. Der einzige Nachteil ist tatsächlich der Platz unterm Canopy. RotorX – schenkt uns hier bitte ein paar mm mehr in der V3. Dann macht der Aufbau auch so viel Spaß wie das Fliegen.

 

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In guter Gesellschaft

Über Daniel Wolf 256 Artikel
Hi ich bin Daniel. Schön das Ihr da seid! Ohne Euch macht es hier doch nur halb so viel Spaß ;) Kurz zu meiner Person. Ich betreibe das RC-Quadrocopter Magazin nun seit über 3 Jahren und kombiniere meinen JOB mit dem Hobby. Neben der Quadrocopter Fliegerei und dem Magazin bin ich, Autor, Webworker und leite eine Werbeagentur. Ich hoffe, ich biete Euch mit dem Magazin den Stoff, den Ihr gebrauchen könnt. Und falls nein dann unbedingt mitteilen :)
  1. Hi Daniel,
    Schöner Artikel. Bin auch sehr angetan von dem Atom. Der Preis ist aber echt heftig. Besteht eigentlich die Möglichkeit altanative Komponenten zu verbauen? Ich hab mir überlegt den Frame zu kaufen und günstigere Komponenten, Motor, FC, osd usw. Geht das? Wie sind die Mase?

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